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AltroColor ![]() Archiv Wort des Monats 2009 Snob (lateinisch, >sine nobilitate<, "ohne adlige Gesinnung"), Der Begriff "Snob" entstand in der Zeit, als der Adel noch von großer Wichtigkeit war. Zu dieser Zeit bezeichnete man Menschen, die Statussymbole des Adels benutzten, ohne zum Adel zu gehören, als "Snob". Heute bezeichnen wir als "Snob" einen blasierten, vornehm tuenden Mensch. "Snobismus" ist die geistige Haltung und das Benehmen eines "Snobs". August Ein salomonisches Urteil Dieses geflügelte Wort geht zurück auf den jüdischen König Salomo (ca. 950 v. Chr.), der ein weises Urteil beim Streit zweier Frauen fällte (Bibel, 1. Könige 3, 16-28). Eine der beiden Frauen versucht, ihr eigenes im Schlaf erdrücktes Kind der anderen unterzuschieben und sich ihr Kind anzueignen. Die beiden Frauen rufen König Salomo als Richter an. König Salomo gab vor, dass er das Kind teilen wolle, damit beide einen Anteil bekämen und ließ einen Wächter das Schwert zücken. Doch bat nun eine der Frauen König Salomo das Kind nicht zu töten, sondern der anderen Frau das Kind zuzusprechen. Daran erkannte Salomo die echte Mutter und sprach ihr das Kind zu. Heute verwenden wir das geflügelte Wort "ein salomonisches Urteil", wenn ein weises oder gerechtes Urteil bzw. ein lebenskluger Richterspruch gefällt wird. Juli September Ein Brett vor dem Kopf haben Diese Redewendung geht darauf zurück, dass man früher einem störrischen Ochsen bei der Arbeit die Augen mit einem Brett verdeckte. Wir nutzen es heutzutage im Sinne von „umgangssprachlich bzw. „ begriffsstutzig sein. Beispiel: Wenn man mit ihm über bestimmte Themen redet, dann hat er einfach ein Brett vor dem Kopf. Oktober Ein Buch mit sieben Siegeln Wortschatz - Von Ei des Kolumbus bis Filibuster Diese Wendung leitet sich aus der Offenbarung Johannes 5, 1-5 her. Hier ist von einem Buch die Rede, das mit sieben Siegeln versiegelt ist. Etwas schwer verständliches oder uns unergründliches bezeichnen wir auch als ein "Buch mit sieben Siegeln". Für jemanden ein "Buch mit sieben Siegeln" sein, bezieht sich meistens auf einen Menschen, den man nicht durchschauen kann bzw. einem unverständlich bleibt. Faust sagt z.B. zu Wagner: "Mein Freund, die Zeiten der Vergangenheit sind uns ein Buch mit sieben Siegeln." November Ein X für ein U vormachen Im Mittelalter schrieb man mit römischen Zahlzeichen, wobei das V für die Zahl 5 und gleichzeitig für den Buchstaben U stand. Die Zahl 10 wurde mit der römischen Ziffer X dargestellt. Wollte man sich, z.B. beim Schuldenanschreiben, einen Vorteil verschaffen, dann machte man einfach aus dem V (U) ein X. Man machte also "jemandem ein X für ein U vor". Wenn uns heute jemand auf plumpe Weise getäuscht bzw. übervorteilt hat, sagen wir auch: "Er hat uns ein X für ein U vorgemacht". Dezember Weihnachten "Ze den wihen nahten" hieß auf Mittelhochdeutsch "zu den Heiligen Nächten". Daraus entstand unsere Bezeichnung "Weihnachten" für eines der Hauptfeste der christlichen Kirche am 25. Dezember. |